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Wie Stemmann den Wahnsinn Ryke Geerd Hamers, den schon ein medizinischer Laie erkennen kann, nicht sieht, sondern Hamer als "in Teilbereichen einen der größten Forscher dieser Zeit" bezeichnet, spricht Bände.
In seiner Web-Seite http://www.neue-medizin.net/daten-fakten.html von Bernd Joschko, zuletzt aktualisiert am: 29.August 2004 heißt es (zitiert nach dem Google-Cache vom 26 Jun 2009 13:02:01 GMT):
-------------------------------------------------------------------------------------- Entdeckungen Dr. Hamers Unterdrückung der Ergebnisse von Dr. Hamer [...] 1992 Im Auftrag von Dr. Pfitzer der Medizinischen Fakultät der Uni Düsseldorf untersuchen Prof. Dr. Stemmann Chefarzt der Kinderklinik Gelsenkirchen und Frau Dr. Elke Mühlpfort 24 krebskranke Kinder von denen jedes nebst Krebs und Leukämie wenigstens 4-5 weitere schwere Erkrankungen wie M.S, Diabetes, Allergie, Epilepsie, Hirntumor, Infektionskrankheit, Tuberkulose, Sarkom aufwies, zwecks überprüfung der E.R.D.K. Ergebnis: "Wir fanden ausnahmslos bei allen 24 Fällen, bei denen meist mehrere Erkrankungen bestanden, daß die biologischen Gesetzmäßigkeiten der "Neuen Medizin" jeweils für jede Teilerkrankung exakt erfüllt waren und zwar auf allen 3 Ebenen. Die Wahrscheinlichkeit, daß nach der strengen wissenschaftlichen überprüfung auf Reproduzierbarkeit, die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin RICHTIG sind, muß nunmehr als sehr hoch angesetzt werden." Keine Reaktion der Uni Düsseldorf. Prof. Dr. Stemmann wird daraufhin die Hälfte der Betten seiner Klinik mit behinderten Kindern belegt, statt mit krebskranken Kindern. 1993 wird er aufgefordert die von ihm durchgeführte Behandlung nach Dr. Hamer aufzugeben, ansonsten er von seinem Posten als Chefarzt zurücktreten müsse. --------------------------------------------------------------------------------------</quote>
Zur Erläuterung: "E.R.D.K." = "Eiserne Regel des Krebses", eine von Hamers wahnsinnigen Erfindungen..
Man wußte genau, was Ernst August Stemmann tat.
Man wußte es.
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Man mag sich über die Eskapaden des Hochstaplers Gert Postel amüsieren, den Postboten, der jahrelang in einer psychiatrischen Klinik als geschätzter und hofierter Arzt arbeitete. Angesichts solcher Bilder
wundert es wohl niemanden mehr, wie Postel über Jahre problemlos als Arzt einer psychiatrischen Klinik auftreten konnte: Grenzen zwischen den Insassen und solchen "Ärzten" sind nicht mehr zu erkennen.
Das Foto von Simon stammt aus einem Fernsehbericht des mdr, leider ist dieser Bericht nicht mehr online. Dies war die URL der Web-Seite des Senders dazu: http://www.mdr.de/tv/programm/prog_detail+643217.html
Teile dieses Fernsehberichts wurden von Kritikern transkribiert:
-------------------------------------------------------------------------------------- Standort: MDR.DE | Fernsehen | Programm Programmübersicht Hilfe! Mein Kind macht mich fertig! Erziehungskurse für verzweifelte Eltern MDR FERNSEHEN Datum Sendezeit VPS So, 26.03. 08:00 Uhr 08:00 Uhr Eine Reportage von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz Standort: MDR.DE | Fernsehen | Programm Programmübersicht Hilfe! Mein Kind macht mich fertig! Erziehungskurse für verzweifelte Eltern MDR FERNSEHEN Datum Sendezeit VPS So, 26.03. 08:00 Uhr 08:00 Uhr Eine Reportage von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz Simon ist zweieinhalb Jahre alt. Er schreit von morgens bis abends - und in der Nacht. Simon schreit beim Anziehen, beim Waschen, beim Essen, beim Spazierengehen, im Kinderzimmer, in der Küche und auch auf dem Spielplatz. Seit er begonnen hat, sich an Händen und Gesicht die Haut blutig zu kratzen, fühlt sich Claudia H., seine Mutter, endgültig überfordert. In zahllosen Institutionen und Selbsthilfegruppen hat sie Rat gesucht - vergeblich. Ihre letzte Hoffnung ist jetzt die Kinderklinik in Gelsenkirchen. Seit vielen Jahren haben sich hier ärzte und Psychotherapeuten auf die Behandlung "schwieriger" Kinder spezialisiert. Die aufgekratzte Haut der Kinder - bekannt als Neurodermitis - ist für sie die Folge von chronischem Stress. Deshalb wird nicht mit Medikamenten, sondern mit Verhaltenstraining für Mutter und Kind gegen das Kratzen und Schreien angegangen. Für Claudia H. beginnen drei schwere Wochen: Zusammen mit Simon und ihrer Tochter Nina zieht sie in ein Zimmer auf der Kinderstation. Jeden Tag wird hier das "normale" Leben geübt. Die Autoren Gudrun Thoma und Sebastian Schütz begleiten die Mutter mit ihren beiden Kindern durch das Programm in Gelsenkirchen. Ihre Reportage zeigt die Verzweiflung, die Hoffnungen, die Rückschläge und die Erfolge während des intensiven Trainings. Kontakt MDR FERNSEHEN 04360 Leipzig © 2006 | MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK --------------------------------------------------------------------------------------</quote>
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Einen Eindruck von der Brutalität des Stemman'schen "Trennungstrainings" vermittelt der SWR-Film "Hilfe! Mein Kind macht mich fertig."
Eine Passage dieses Films wurde transkribiert:
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Dies ist ein weiterer Bericht über die Gelsenkirchener Kinderklinik:
Eine Mutter, die mit ihrem Kind in Gelsenkirchen war, schrieb in
einem Forum von http://www.neurodermitis.ch/
(Wer kennt Gelsenkirchen/Prof. Stemmann) u.a. das Folgende
(Beiträge Nr.49 und 51):
-------------------------------------------------------------------------------------- Für mich ist es dort ein Irrenhaus! Die Kinder werden in meinen Augen gequält und es ist fast unmenschlich, was dort passiert. Meine Tochter kam völlig verwirrt und ängstlich nach Hause..... Ich kann gerne auch meine Geschichte erzählen! Dr. Wolfgang Klosterhalfen hat völlig Recht! Welche liebevolle Zuwendung ???? Die Kinder sind tagelang am schreien! Ein kleiner rief ständig: "Mama, helf mir, Mama helf mir..." während sie ihn ignorieren mußte und ihn dadurch mit seinem Schmerz alleine lies....und ein anderes vier jähriges Mädchen fragte seine Mutter, ob sie sie nicht mehr lieb hätte..... Und von einer anderen Teilnehmerin wurde das Kind zwei Tage lang im Zimmer eingeschlossen, weil es eine Mittelohentzündung bekam, was ich für richtig halte...nur....durfte/konnte die Mutter nur kurz in den Pausen nach ihren Jungen sehen. Nach zwei Tagen hat er sich total von ihr abgewendet...... Unter liebevoller Zuwendung verstehe ich etwas anderes. Meine Tochter bekommt von mir liebevolle Zuwendung und ich habe z.B. keine Einschlafprobleme etc. So langsam verstehe ich die Menschen, die nach dieser "Gehirnwäsche" davon überzeugt sind, daß sie das richtige tun.... wahrscheinlich machte es ihnen nicht so viel aus, das Kind für drei Wochen abzustoßen, weil sie es vielleicht vorher auch schon unterbewußt gemacht haben. Aber ich konnte nicht mit ansehen, wie meine Tochter stundenlang schreien mußte, nur weil ich ihr auf einmal Dinge anerziehen sollte, die ich vorgeschrieben bekam. Die Notwendigkeit der Trennung wird den Eltern eingehämmert, bis sie weinend zusammenbrechen! Keine Frage was das Personal angeht. Man konnte jederzeit zu jeden gehen und es waren immer freundliche Menschen anzutreffen. Aber ich bin mit einer anderen Vorstellung dort hin gegangen. Für mich war es der blanke Horror...... Davon abgesehen, wäre die Neurodermitis Deiner Tochter vielleicht auch von alleine zurück gegangen, denn bis zum dritten Lebensjahr verschwindet sie bei vielen Kindern meist von selbst. Liebe Lorena, mit "Gehirnwäsche"; meine ich nicht das Autogene Training, sondern die Vorträge der Psychologen und des Dr. Stemmanns.... Und ich hatte auch den Eindruck, daß sich die Babys und Kinder von den Eltern abgewendet haben..... --------------------------------------------------------------------------------------</quote>
Eine weitere Mutter schreibt in diesem Forum (Beitrag Nr. 84):
-------------------------------------------------------------------------------------- Sie war ein halbes Jahr alt als wir das erste Mal in Gelsenkirchen waren. Ich schöpfte wieder Kraft und Ruhe. Als sie eineinhalb Jahre alt war, nach Gelsenkirchen ernährt, wog sie 7 kg (bei der Geburt wog sie 4 kg). Wir waren wieder dort. Für die Mütter dort war sie wie ein außerirdisches Wesen. Keiner hatte je so ein Kind gesehen. Ich sagte: Alles nicht so schlimm. Neurodermitis ist heilbar. Ich überließ sie den "Kindergärtnerinnen". Vollgeschissen bekam ich sie wieder --- Wutanfall. Lungenentzündung --- ein Jahr Antibiotika -- von Gelsenkirchen angeordnet. Ich vergaß noch: mit einem Jahr stand die Diagnose Asthma fest. Sonst alles dasselbe wie bei allen anderen. Bis zum Jahre 2000 glaubte ich noch. Heute hasse ich mich für alles was ich tat. Es war ein langer Weg um auf den richtigen Weg zu kommen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber ich würde nie wieder in meinem Leben in die ... fahren. Nie wieder. Und ich spreche aus Erfahrung. Wenn ich heute darüber nachdenke merke ich wie furchtbar es für meine Kinder gewesen sein muss so eine Mutter gehabt zu haben --------------------------------------------------------------------------------------</quote>
Beitrag Nr. 185
(s. auch weiter oben im Thread Nr. 186 und 187)
-------------------------------------------------------------------------------------- Hallo alle miteinander, eine Diskussion wie diese hier hätte ich vor sieben Jahren gebraucht. Wie so viele vor und nach mir, kam ich als verzweifelte Mutter eines Kleinkindes mit Neurodermitis. Diese Plage hatte unser Erster von beiden Eltern geerbt, und trotz Vermeidens von Hühnerei, Saccharose, Staub, unnötigen Chemikalien usw. bekamen wir sie nie ganz unter Kontrolle. Da erschien die Empfehlung einer anderen Mutter wie ein Wink des Himmels. Ihrem Sohn hätte das „Gelsenkirchener Behandlungsmodell“ geholfen, und er wäre auch nach zehn Jahren noch geheilt. Dem eigenen Baby nicht helfen zu können, ist einfach nur schrecklich, und so klammerte ich mich an diese Hoffnung und an das wenige, was damals, anno 2001, im Internet zu finden war. Das beschränkte sich weitgehend auf seine sagenhafte Heilungsquote. Sein Ansatz klang glaubwürdig. Die Schlußfolgerung "Trennungstraining" fand ich zumindest in unserem Falle von Anfang an bedenklich. In der Hoffnung "alle sagen, das sei gut für's Kind" hielt ich die drei Wochen durch. Das erwies sich als ein Fehler. Die Forderung, die Neurodermitis dem Kind gegenüber nicht zu erwähnen, läßt sich in der Praxis auch nicht durchsetzen und kann zu absurden Verwicklungen führen. Allen, denen diese Behandlung geholfen hat, wünsche ich das von Herzen. Wir allerdings passten nicht dazu. (Die Heilung brachte meinem Großen eine vierwöchige Kur an der Nordsee vor nunmehr 4 1/2 Jahren.) Mein Brief, mit dem ich damals meinen Ausstieg aus dem Programm begründet habe, klingt noch sehr vorsichtig, da ich mich als Einzelfall erlebte. Schließlich spürte ichb als Einzige, dass das Psychoprogramm nicht ohne war, dass hier, wie in einer Sekte, jeder des Anderen Inquisitor war, dass eine Entmündigung der Mütter nicht im Sinne der Kinder sein kann. Und das, obwohl ich als Einzige aus der ehemaligen DDR stammte, im Kreuzfeuer zwischen offizieller Ideologie und Kirche aufgewachsen bin! Spätere Gespräche mit Haut- und Kinderärzten sowie Freunden und Kollegen in der alten Heimat (Ost-Berlin) haben mich darin bestätigt: Ja, ich habe mir das Ganze nicht eingebildet. Ja, das Psychoprogramm wurde uns vermittelt wie eine radikale Ideologie, keinen Widerspruch zulassend, nicht einmal einen vorsichtigen, begründeten Einwand. Und ja, die Mütter WAREN gleichgeschaltet und folgten ihm wie einem Guru. Probiert habe ich es in der verzweifelten Hoffnung auf Heilung für mein Kind. Hier meine Erfahrungen:
Städtisches Kinderkrankenhaus Gelsenkirchen-Buer
Münster, (Datum) 2002
Sehr geehrter Herr Professor Stemmann, sehr geehrte Damen und Herren,
ein halbes Jahr nach dem Aufenthalt in Ihrem Hause und angesichts der bevorstehenden Nachuntersuchung wird es Zeit, Bilanz zu ziehen, das Erreichte mit dem Erhofften zu vergleichen.
Angetreten habe ich diesen Kurs in der Erwartung einer revolutionären ganzheitlichen
Behandlung, hatte schließlich nur Gutes davon gehört und respektiere
jede nutzbringende wissenschaftliche Leistung.
Für die Lehrveranstaltungen und Gespräche bedanke ich mich nochmals:
Sie waren interessant und sehr aufschlussreich. Vielen Dank ebenfalls
dafür, dass Sie mich im Erziehungsgrundsatz der liebevollen Konsequenz
bestätigt haben, sowie für die kleinen, aber wesentlichen
Kurskorrekturen, die bei uns mit dem damals 1 1/4jährigen Kind zu einem
guten Zeitpunkt kamen.
Leider aber blieb unser Sohn selbst dabei auf der Strecke, um den es doch eigentlich ging. Ja, der Ansatz mit dem Trennungstrauma passte; er kam zu früh UND durch Kaiserschnitt zur Welt. Auf die ausführliche Befragung jeder einzelnen Mutter setzte ich große Hoffnung, wartete jedoch vergeblich auf eine individuelle Umsetzung.
Stattdessen durfte ich mich belehren lassen, dass ein Neurodermitis-Kind ein unerträgliches Schrei- und Quengelkind sei, eine Nachtruhe unmöglich mache, unmäßig an der Mutter klammere, sie gnadenlos und systematisch unter Druck setze und das Familienleben untergrabe.
Ich glaube gern, dass es das gibt, und die betroffenen Eltern tun mir aufrichtig leid, aber bis auf die Umstände seiner Geburt HAT UNSER SOHN A. MIT DIESEM STANDARDPATIENTEN NICHTS ZU TUN.
Was mit den Aufzeichnungen meines
Gesprächs geschehen ist, weiß ich nicht, daher wiederhole ich noch einmal:
DAS SOLL AUCH SO BLEIBEN, und deshalb beende ich unsere Zusammenarbeit mit der
Nachuntersuchung am ( ) 2002.
Denn die einheitliche gewaltsame Trennungstherapie und die allgemeine
Atmosphäre auf Ihrer Station haben unserem Sohn nur geschadet.
Sich schreiend und kaum aufnahmefähig an meinem Bein festzuklammern hat er
erst dort gelernt. Nach einer Woche stetigen Bergab war er offensichtlich
geknickt, seelisch krank. Und ich bereue zutiefst, dass ich damals, nur um der
Gruppennorm zu genügen, Druck auf mein Kind ausübte und blieb.
Mich angesichts seiner mehrtägigen Appetit- und resultierenden Antriebslosigkeit mit der "Erklärung" zum Schweigen zu bringen, mein Kind strafe mich damit, packe mich gezielt (!) an der empfindlichsten Stelle, war die Krönung der Ignoranz und Menschenverachtung: Wenn UNSER Sohn nicht isst und seine gesunde Neugier verliert, dann ist er nicht ungezogen - dann ist er krank. Eine solche Dämonisierung des Kindes SOLLTE einer finsteren Vergangenheit angehören.
Ob der beängstigende Fanatismus und die auf Neurodermitis und Therapie bezogene absolute Hörigkeit und Intoleranz unter den Müttern zum System gehören oder eine Nebenwirkung sind, das kann ich nicht beurteilen. Da selbst betroffen, ist es mir erst sehr spät bewusst geworden, habe ich es zu lange unterschätzt. Auf einem eindeutigen Missverständnis beruht das Wetteifern um die größtmögliche Gleichgültigkeit, Pedanterie und Ablehnung dem Kind gegenüber (z. B. "Natüüürlich kann Dein Kind zu Dir kuscheln kommen. Aber nur, wenn Du es willst!"), wogegen sich alles in mir sträubte.
Fest steht aber auch, dass ich dort wieder lernte zu misstrauen, mich zu ducken, Gedanken und Wahrnehmungen nicht auszusprechen, da ein falsches Wort, selbst ein begründetes "ja, aber" einen bösen verbalen Nackenschlag von mithörenden Müttern oder Mitarbeiterinnen zur Folge hatte. Den Müttern meines Durchganges muss ich zugute halten, dass sie offensichtlich überzeugt waren, Vernunft und Verständnis walten zu lassen und mit ihrer radikalen Gleichschaltung das Beste für einander und für unsere Kleinen zu tun. Ein derartiges System von Maulkörben und Manipulation kenne ich ansatzweise aus der DDR-Schule, aus der pseudochristlichen Schwarzen Pädagogik und anderen Angriffen auf meine Mündigkeit und Menschenwürde, und so stelle ich mir eine Sekte vor. Eine solche brauche ich nicht und wünsche keinen Keil zwischen meinem Kind und mir. Und ein Kind braucht mündige Eltern, die ihre Verantwortung wahrnehmen können.
Auch bin ich nach wie vor der Meinung, dass ein VÖLLIGES Totschweigen der Neurodermitis weder in der Praxis realisierbar noch sinnvoll ist: Einen Kult um Krankheit und Patienten lehne auch ich ab. Fragt man mich jedoch beispielsweise, ob mein Kind gefallen sei, würde ich mich mit einer Bejahung extrem unglaubwürdig, ja, verdächtig machen. Außerhalb Ihres Einflussbereiches habe ich keinen Arzt und keinen Betroffenen erlebt, der sich vorstellen kann, betroffene Haut nicht zu pflegen. Und A. selbst muss lernen, zunehmend bewusst mit seiner Erkrankung und den damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen, vor allem den Besonderheiten der Ernährung, umzugehen. (Ach ja: Autonomie war ja auch ein beliebtes Schlagwort Ihrer Lehre!) Das geht nicht durch Tabuisierung oder gar Verschleierung.
Zu denken gab mir auch, dass A. am Tage nach der Entlassung hohes Fieber und eine (gerade noch rechtzeitig erkannte) Mittelohrentzündung bekam. Ähnlich schwere Erkrankungen befielen übrigens alle Kinder aus unserer Schicht und der davor - also alle, von denen ich weiß - was meine Vorstellungen von "Risiken und Nebenwirkungen" um einiges übersteigt. Dass das zu dem passte, was wir in der Vorlesung "Psyche und Immunsystem" gelernt hatten, war ein sehr zweifelhafter Trost...
Dass es auch anders geht, haben wir bei der anschließenden Mutter-Kind-Kur erlebt, wo A. vom ersten bis zum letzten Tag wirklich gern in die Kindergruppe ging, freihändig laufen lernte und offensichtlich sein Mäuseburg-Trauma durch einen besseren Eindruck ersetzen konnte.
Seine Haut sieht jedoch deutlich schlimmer aus als vor dem Kurs: Größere
Flächen sind betroffen, die langsamer abheilen, und er kratzt
häufiger. Eine Entspannung beobachte ich erst, seitdem wir auf unbedingtes
Anraten unseres Hautarztes die Sojamilch abgesetzt haben, und setze nach der
sehr guten Erfahrung vor einem Jahr große Hoffnung auf den jetzt
bevorstehenden Urlaub an der Nordsee.
Nach einem halben Jahr ohne Besserung wurde darüber hinaus eine leichte
Entwicklungsverzögerung diagnostiziert, als deren Ursache nur noch die
verschlimmerte Neurodermitis in Frage kam, und spätestens da stand meine
Entscheidung fest:
Weiter nur mit mir als Mutter und in Kooperation mit Kinder- und Hautarzt. Wenn begründete individuelle Anpassungen nicht möglich sind und dies die Gesundheit meines Kindes weiter untergräbt, wenn ich als Abweichung vom propagierten Regelfall ein Störfaktor bin, dann bleibt mir nur der Ausstieg aus dem Programm.
Allen Müttern und Kindern, denen Ihr System geholfen hat, gönne ich das von Herzen, denn um ihre und unsere Gesundheit geht es.
Allerdings weiß ich nicht so recht, ob ich Ihnen möglichst viele solcher Standardpatienten wünschen soll. Wenn ich an die dazu erforderlichen Betroffenen denke, kann ich es nicht und beschränke mich daher auf den herkömmlichen, aber nichtsdestoweniger aufrichtigen Wunsch nach Erfolg in Forschung und Heilung.
Mit freundlichen Grüßen
(Unterschrift)
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[Zitatende]
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Kinder als Opfer körperlicher und vor allem seelischen Mißhandlung.
Verrohung.
Weghören.
Wegsehen.
Freundlich etikettiert als "Erziehungskurse für verzweifelte Eltern"
GBV, die Gelsenkirchener Verrohung. In einer Klinik.
Wie lange noch?
Wie lange noch wird tatenlos zugesehen, wie Ernst August Stemmann und dessen Adlaten Vorträge halten?
Wie lange noch wird tatenlos zugesehen, wie ein Ernst August Stemmann, ein Steigbügelhalter des Ryke Geerd Hamer, dessen Worte als die eigenen ausgibt?
Ob die Vielmutter der Nation, die Familienministerin von der Leyen, etwas tut? über die ist bei der CDU zu lesen:
-------------------------------------------------------------------------------------- Von der Leyen: Eltern sollten mit Kindern beten Familienministerin von der Leyen will mit den beiden Kirchen ein "Bündnis für Erziehung" schließen. In einer Welt, die unsicherer und unbeherrschbarer werde, würden zwei Dinge wichtiger, die man persönlich beeinflussen könne: die Familie und die Religion. --------------------------------------------------------------------------------------</quote>
Quellen:
http://www.cdu.de/
http://www.cdu.de/index_12215.htm
Hilft da für die Kinder nur noch beten?
Beten, daß diese Hölle einmal vorbei sein wird?
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Anmerkung:
äußerung "Durchgeknallter Staatsanwalt" stellt nicht zwingend eine Beleidigung dar
Kontext der Aussage muss berücksichtigt werden – Recht auf freie Meinungsäußerung bleibt bestehen
Die äußerung "durchgeknallter Staatsanwalt" stellt nicht unbedingt eine Beleidigung dar. Generell muss eine genaue Abwägung zwischen wischen dem Persönlichkeitsrecht und der Meinungsfreiheit vorgenommen werden. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht.
Lesen Sie hier weiter
http://www.kostenlose-urteile.de/newsview8066.htm
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Bezeichnung als "Dummschwätzer" nicht zwingend eine Beleidigung
Kontext der äußerung maßgeblich
Wer einen anderen als "Dummschwätzer" bezeichnet, begeht damit nicht zwingend eine strafbare Beleidigung. Es kommt entscheidend auf den Kontext der äußerung an. Dies geht aus einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts hervor.
Lesen Sie hier weiter:
http://www.kostenlose-urteile.de/newsview7205.htm